Hypnose nach dem Jeffrey Stephens Protokoll – schnell, direkt und wirkungsvoll

Hypnose wird seit Jahrhunderten genutzt, um Menschen zu unterstützen – ob zur Linderung von Ängsten, zum Abbau von Stress oder zur Förderung persönlicher Ziele. Während manche Hypnoseansätze komplexe, mehrstufige Verfahren verwenden, setzt das Jeffrey Stephens Protokoll auf einen klaren, direkten und schnellen Weg in den hypnotischen Zustand. Doch was steckt hinter dieser Methode, und was sagt die Psychologie dazu?

Was ist das Jeffrey Stephens Hypnose-Protokoll?

Das von dem US-amerikanischen Hypnotiseur Jeffrey Stephens entwickelte Protokoll ist eine moderne Form der direkten Hypnose. Es zielt darauf ab, Patient:innen in wenigen Minuten in einen tiefen und fokussierten hypnotischen Zustand zu führen, um mit dem Unterbewusstsein effektiv zu arbeiten.

Kernelemente des Protokolls sind:

  • Eine präzise, selbstbewusste Sprachführung
  • Eine schnelle Induktion (oft in weniger als 5 Minuten)
  • Direkte Suggestionen und klare Zielorientierung
  • Wenig oder keine Nutzung von Metaphern oder symbolischen Bildern

Stephens betonte dabei die Bedeutung einer festen Führung durch den Hypnotiseur: „The client will follow you where you lead, as long as you lead with confidence.“

Wie funktioniert das Jeffrey Stephens Protokoll?

Die Methode kombiniert klassische Elemente der Hypnose (z. B. Fixations-, Entspannungs- und Vertiefungstechniken) mit einer klar strukturierten Vorgehensweise:

Schnelle Induktion: z. B. über einen Fixationspunkt oder eine verbale Suggestion („Schließe jetzt deine Augen und erlaube deinem Körper, sich sofort zu entspannen.“)

Vertiefung: Durch klare, direktive Sprache wird der Trancezustand innerhalb weniger Minuten vertieft (z. B. „Mit jedem Atemzug gehst du tiefer.“)

Arbeit mit dem Unterbewusstsein: Suggestionen werden präzise und zielgerichtet gegeben (z. B. zur Stärkung des Selbstvertrauens, zur Raucherentwöhnung oder zur Schmerzreduktion)

Ausleitung: Die Rückführung in den Wachzustand erfolgt ebenso klar und direkt.

Der Ansatz setzt auf das Vertrauen in die Wirksamkeit direkter Suggestion und verzichtet auf lange Geschichten oder indirekte Suggestionen, wie sie z. B. bei Milton Erickson typisch sind.

Wofür wird das Jeffrey Stephens Protokoll eingesetzt?

Das Protokoll wird in der Praxis u. a. eingesetzt bei:

  • Stress- und Angstbewältigung
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Raucherentwöhnung
  • Gewichtsreduktion
  • Leistungssteigerung (z. B. bei Prüfungen oder im Sport)
  • Schmerzmanagement (unter bestimmten Voraussetzungen)

Die Methode eignet sich insbesondere für Patient:innen, die klare Strukturen und eine zügige Arbeitsweise bevorzugen.

Psychologische Einordnung

Das Jeffrey Stephens Protokoll gehört zur Gruppe der direktiven Hypnoseverfahren, die sich auf klare Suggestionen und direkte Kommunikation mit dem Unterbewusstsein stützen. Studien zur Hypnose allgemein zeigen, dass Hypnose ein wirksames Verfahren sein kann – z. B. zur Schmerzreduktion, bei Angststörungen und zur Verhaltensänderung.

Da das Stephens-Protokoll selbst bislang nicht systematisch wissenschaftlich untersucht wurde, lassen sich Aussagen zur spezifischen Wirksamkeit nur indirekt ableiten. Seine Techniken basieren auf etablierten Prinzipien der Hypnoseforschung, insbesondere zur Suggestibilität und zur Bedeutung von Erwartungshaltungen.

Vorteile des Stephens-Protokolls

✅ Schnell und effizient: Keine langen Induktionen, unmittelbarer Zugang zur Trance

✅ Klar strukturiert: Besonders geeignet für analytisch orientierte oder ungeduldige Patient:innen

✅ Hohe Praxistauglichkeit: Gut einsetzbar in Coaching- und Therapiesettings

Was sollte beachtet werden?

❗ Auch das Stephens-Protokoll erfordert fundierte Ausbildung und ethische Verantwortung. Kerstin von Harten ist von der European Hypnosis Academy zertifizierte Hypnosetherapeutin für das Jeffrey Stephens Protokoll.

❗ Hypnose sollte nicht bei Personen mit bestimmten psychischen Erkrankungen (z. B. akuten Psychosen) ohne ärztliche Rücksprache eingesetzt werden.

❗ Wie bei jeder Hypnose ist die Freiwilligkeit und das Vertrauen zwischen Patient:in und Hypnotiseur:in entscheidend.

Fazit

Das Jeffrey Stephens Hypnose-Protokoll bietet einen klaren, direkten und oft sehr effizienten Weg, um hypnotische Prozesse zu nutzen. Es richtet sich an Menschen, die eine zielorientierte und schnelle Methode bevorzugen. Auch wenn zur spezifischen Wirkung dieses Protokolls weitere wissenschaftliche Studien wünschenswert sind, fußt es auf den soliden Grundlagen moderner Hypnosepraxis.

Quellen

  • Hammond, D. C. (2010). Hypnosis in the treatment of anxiety- and stress-related disorders. Expert Review of Neurotherapeutics, 10(2), 263–273.
  • Kirsch, I. (1999). Hypnosis and Placebo. In J. W. Rhue, S. J. Lynn & I. Kirsch (Hrsg.), Handbook of Clinical Hypnosis (S. 297–319). Washington, DC: APA.
  • Lynn, S. J., Kirsch, I., Barabasz, A., Cardeña, E., & Patterson, D. (2015). Hypnosis as an evidence-based practice: The state of the evidence and a look to the future. International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis, 63(4), 381–414.
  • Montgomery, G. H., DuHamel, K. N., & Redd, W. H. (2000). A meta-analysis of hypnotically induced analgesia: How effective is hypnosis? International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis, 48(2), 138–153.
  • Stephens, J. (2013). Hypnosis Protocol [Seminarunterlagen / Ausbildungsmaterialien].

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